TÖRNBERICHT

 25.05.2020 - 23.06.2020

Von Vlieland nach Amsterdam

25.05.2020 - 23.06.2020

Impressionen

Einfahrt  Stadthafen Harlingen

Stadthafen Harlingen


Hindeloopen Schleuse



Hindeloopen Schleuse

Hindeloopen Schleuse


Hindeloopen

Deich in Hindeloopen


Ankern vor Stavoren

Begegnung auf dem Ijsselmeer

Schloss Radboud in Medemblik

Schloss Radboud in Medemblik

Westerhaven Medemblik

Hoofdtoren Hoorn

Wappen am Hoofdtoren Hoorn

Hoorn Hoofdtoren

Infotafel Hoorn NL - Kap Hoorn Südamerika


Amsterdam Sixhaven


Amsterdam



Amsterdam



Amsterdam


Amsterdam


Amsterdam


Amsterdam


Amsterdam


Amsterdam


Unsere Reise in das Ijsselmeer startet am 26. Mai 2020. Bei ruhigem Wetter machen wir uns von der Insel Vlieland auf den Weg nach Harlingen, welche die Verbindung zwischen friesischem Festland und dem Watt herstellt.  Mit Wind gegen an fahren wir unter Motor die ausgetonnten Wasserstraßen entlang. Ab und zu schaut ein Robbenkopf aus dem Wasser und beobachtet das Treiben auf See. Nachmittags erreichen wir Harlingen, passieren die Brücken und machen im Stadthafen fest. Dort treffen wir auch ein dänisches Paar mit ihrer Beneteau 50 wieder, welche wir bereits in Brunsbüttel und Cuxhaven kennenlernten und das gleiche Ziel wie wir verfolgen.

Die Altstadt von Harlingen ist sehr schön und lädt zum spazieren ein. Jedoch stellen wir fest, das die Einschränkungen der Coronapandemie die Stadt in eine Art Dornröschenschlaf versetzt. Die Geschäfte sind zwar offen, aber die kleinen Cafés und Restaurants laden noch nicht zum verweilen ein und so gestaltet sich das Leben in den Straßen sehr übersichtlich.


Unser nächster Halt soll Hindeloopen sein. Das Wetter meint es gut mit uns. Nachdem wir das Fahrwasser verlassen haben, können wir endlich einen guten Schlag segeln. Abends schläft der Wind ein und wir fahren die letzten Meilen unter Motor in den Gemeindehafen von Hindeloopen ein. Dort wird uns ein wunderschöner Liegeplatz vom Hafenmeister zugewiesen. Wir entscheiden uns erst nach Pfingsten weiterzufahren.


In den nächsten Tagen erkunden wir die Umgebung mit dem Fahrrad, radeln entlang des Deiches nach Stavoren und nach Makkum. Schauen uns die Orte, Häfen und Werften an.

Es macht Spaß die idyllische Landschaft mit weiten Feldern, Wiesen, Kanälen und kleinen Häusern  zu genießen.  Auf den Deichen grasen die Schafherden. 


Am 01. Juni dürfen in den Niederlanden die Restaurants wieder öffnen. Diese haben sich einiges einfallen lassen um die Abstandsregelungen von 1,5m einzuhalten. Die Baumaßnahmen, wie lange Tische vor den gastronomischen Einrichtungen, wurden rechtzeitig fertig. Es ist Pfingstmontag und das Örtchen lebt förmlich auf.


Nach Pfingsten verlassen wir Hindeloopen und ankern in der Bucht vor Stavoren. Es ist kaum Wind und sehr sonnig und wir springen das erste mal in diesem Jahr ins Wasser. Es ist noch frisch aber schön und wir nutzen die Gelegenheit unser Unterwasserschiff zu begutachten und zu putzen. An der Welle müssen ein paar Muscheln entfernt werden, ansonsten lässt sich der Algenbelag unterhalb der Wasserkante problemlos mit einer Bürste beseitigen.


Am Abend genießen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. 


Da wir uns am Freitag mit Freunden in Hindeloopen treffen wollen und die Wetterdaten starke Sturmböen und Regen voraussagen, fahren wir nicht nach Lemmer wie geplant, sondern zurück  nach Hindeloopen und haben wieder unseren schönen Liegeplatz im Gemeindehafen. 


Die Zeit nutzen wir diesmal für kleinere  Reparaturen an Bord, überspielen unsere Videos und sortieren Fotos. 


Am Wochenende treffen wir uns mit unseren Freunden, welche nach langem Corona Lockdown endlich ihr Boot ins Wasser lassen können. 


Ein sonniger Segeltörn nach Medemblick  unterbricht unseren Aufenthalt in Hindeloopen. Wir erkunden diesen fantastischen Ort mit dem Fahrrad. Dann geht es wieder zurück und erhalten am Abend unsere sehnsüchtig erwartete Waschmaschine. Diese testen wir gleich am nächsten Tag. Sie funktioniert. Das Leben an Bord wird nun leichter.


Wir bleiben im Hafen, erhalten noch einige Ersatzteile und reparieren unseren Auspuffschlauch. Die Zeit in Hindeloopen vergeht schnell und wir müssen uns von unseren lieben Freunden trennen. 


Am 14. Juni 2020 brechen wir bei schwachen Nebel nach Enkhuizen auf.  Da die von uns ausgewählten Häfen schon gut besucht sind, fahren wir weiter bis Hoorn und genießen den Wind in unseren Segeln. 


Auch Hoorn, ein  bezauberndes Städtchen, erkunden wir mit unseren Rädern. Im Wappen der Stadt findet sich das beliebte Einhorn unserer Zeit wieder. Außerdem wurde das Kap Hoorn nach dieser Stadt benannt, da der Seefahrer Willem Schoutten als erster die Südspitze Amerikas umrundete.


Am 17. Juni  brechen wir nach Amsterdam auf. Nach telefonischer Anfrage erhalten wir problemlos einen Liegeplatz im Sixhaven, welcher in diesem Jahr nicht richtig voll zu werden scheint. 

Wir erleben Amsterdam zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Dingi und sind jedesmal fasziniert von der Architektur und dem Flair dieser Stadt.  Nach den bisher besuchten kleinen Orten der Niederlande ist es hier wieder sehr lebhaft. Obwohl auch hier noch viele Touristen fehlen. Dafür kommen wir problemlos ohne ständige Ausweichmanöver durch die Stadt. 


Auch der Nordteil Amsterdams ist erwähnenswert, wo es einen guten Lidl und andere Einkaufsmöglichkeiten gibt. Der Stadtteil begeistert  mit seinen Fahrradwegen, Wohn- und Grünanlagen.


Nur den angestrebten Besuch im Rembrandtmuseum haben nicht geschafft. Die Coronazeiten erfordern eine Online-Anmeldung und leider ist während unseres Aufenthaltes alles ausgebucht. Um so mehr freuen wir uns darüber, dass wir vor 10 Jahren schon die Werke van Goghs hier anschauen konnten. 


Wir bleiben eine Woche in dieser traditionsreichen Stadt und fahren am 23. Juni durch den Nordseekanal von Amsterdam nach Ijmuiden. 

Hier erfolgt der Sprung in die Nordsee. Die Wettervorhersage sieht sehr gut aus, wir verlassen die Niederlande und planen einen größeren Schlag Richtung Westen zu machen.




Auf Wiedersehen Niederlande

Für weitere Informationen stehe ich gern zur Verfügung. 

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