TÖRNBERICHT

19. Juli  bis 09.August 2020

Biskaya und spanische Küste Galizien

Biskaya-A Coruña-Corme-Laxe-Camariñas-Muros, Enseada San Francisco-Baiona-Vigo-A Guarda

Biskaya

Biskaya

Kontrollturm Puerto de A Coruña

Castelo de Santo Antón A Coruña

Avenida de la Marina  A Coruña

Colexiata Santa Maria do Campo A Coruña

spanischer Schinken

A Coruã

Herkules Leuchtturm A Coruña

Herkules Leuchtturm 

A Coruña

Mirador Ventá ó Atlántico

A Coruña

Playa del Orzán A Coruña

Obelisco Millenium 

A Coruña

Plaza del Humor 

A Coruña

Plaza del Humor 

A Coruña

Plaza del Humor 

A Coruña

Corme

Corme

Laxe

Laxe

Laxe

Lighthouse of Cabo Vilán

Lighthouse of Cabo Vilán

Lighthouse of Cabo Vilán

Camariñas 

Fischerflotte im Hafen

Camariñas 

Muros, Enseada de San Francisco

Muros, Enseada de San Francisco

Baiona Hafen

Baiona Hafen

Baiona

Baiona

Baiona

Vigo

Vigo

Vigo

Vigo

Vigo

Vigo

A Guarda

A Guarda

 Impressionen



Nun ist es endlich soweit! Wir wollen auf die Biskaya. Das Wetterfenster passt. Ein Azorenhoch beschert uns Wind aus Nord mit 10 bis 25 Knoten. Also starten wir gegen 13:30 Uhr aus Camaret-Sur-Mer und fahren unter Motor aus der Bucht heraus. 

Der Nachmittag und Abend verläuft ruhig. Wir kochen in unserer Pantry und sind guter Dinge. Es ist fast zu wenig Wind, die Dünung sehr stark und unsere Manatee rollt unangenehm in den Wellen. Das macht nicht wirklich Spaß und schlafen können wir auch nicht. 

Um eine ruhigere Fahrt genießen zu können, ändern wir den Kurs und segeln nun mit raumen Wind und ablaufender Welle weiter. Guter Plan. Jetzt läufts.

Am Tag tauchen zwei Grindwale an Steuerbord auf. Tolles Erlebnis! Auch Delfine lassen sich am Bug wieder blicken.

Wir vertreiben uns die Zeit mit einem Hörbuch, trinken viel Tee gegen die Kälte, verfolgen unsere Mitsegler, welche mit gleichem Kurs gestartet sind, auf dem AIS und wechseln uns im ca. zweistündigen Rythmus ab. Ob wir dieses Wachsystem weiterbehalten, können wir noch nicht sagen. Für die Biskaya ist es für uns jedenfalls perfekt. 

Im Schnitt fahren wir ca. 6,5 Knoten. Manchmal rauscht unsere Manatee sogar mit über 10 Knoten durch die Wellen. Wow! So sind wir schneller als geplant und laufen am 21.07.2020 gegen 21:30 Uhr in A Coruña ein. 

Geschafft!! Wir sind geschafft, aber sehr stolz auf uns.

Wir machen das Schiff klar, trinken unser Anlegerbier bei untergehender Sonne und freuen uns erst mal auszuschlafen.


In der Nacht kommt auch die „Horizonte“ in den Hafen, wir folgen uns auf Instagram und lernten uns in Camaret-Sur-Mer kennen. Freudig begrüßen wir uns am Tag und sind einfach nur glücklich die Herausforderung Biskaya gemeistert zu haben.


Nach einem ruhigen Tag mit Bordroutine wie Hafenbüro, Schiff entsalzen, Müllentsorgung, aufräumen usw. wollen wir die Stadt entdecken. 

A Coruña ist eine wunderschöne Hafenstadt in Galizien im Nordwesten Spaniens in der es einiges zu entdecken lohnt. 

Wir machen einen Spaziergang durch die Altstadt, laufen über den Plaza de Maria Pita auf dem eine Statue der gleichnamigen Patronin dieser Stadt steht, gehen durch die Fußgängerzone der Stadt, durch kleine Gassen, kommen an alten Kirchen vorbei und schlendern natürlich auch am Hafen entlang. 

Mit dem Rad machen wir einen Ausflug zum berühmten Herkules, einem Leuchtturm der Römerzeit aus dem 2. Jahrhundert, schauen uns die Windrose an , welche unterhalb des Turmes liegt und fahren an der Uferküste auf einem sehr guten Radweg bis zum Mirador Ventá ó Atlantico, einem Aussichtspunkt von welchem man einen fantastischen Blick auf die Küste hat. 

Ein riesiger Strand mitten in der Stadt lädt zum baden und sonnen ein. Menschenansammlungen werden durch eine Ampelregelung an verschiedenen Abschnitten reguliert, so das dieser sehr überschaubar ist.

Spaß hatten wir auch auf dem Plaza del Humor, einem kleinen Platz, der sich unweit des Zentrums befindet und in dessen Boden diverse Comicfiguren graviert wurden. Wir trinken ein Bier in einer kleinen Bar und genießen die Atmosphäre. 

Die Zeit vergeht schnell und nach einer Woche wollen wir weiter. Wir verproviantieren uns noch einmal, da der Supermarkt im Zentrum schnell erreichbar ist und verabschieden uns am nächsten Tag von A Coruña.

Der Wind kommt aus Nordwest und erreicht am Ende sogar Werte von 30 bis 40 Knoten. Donnerwetter! So viel war gar nicht angesagt. Aber unsere Manatee hat mit diesen Windgeschwindigkeiten keine Probleme und so erreichen wir am Abend die Bucht vor Corme und lassen unseren Anker fallen. 

Corme ist ein kleiner Hafenort in Galizien am östlichen Ufer der Meeresbucht Ria de Corme und gut geschützt um ein wenig Zeit dort zu verbringen. 

Der Wind beruhigt sich und so können wir mit unserem Dingi an Land fahren. Ein traumhafter kleiner Strand erwartet uns. Der Sand glitzert märchenhaft in der Sonne. Wir genießen unser Ankerleben an Bord. 

Der Wind soll drehen und so segeln wir bei leichtem Wind mit 2- 3 Knoten in die gegenüberliegende Bucht nach Laxe. Wir versuchen unser Angelglück, leider ohne Erfolg. Dafür springt ein Delfin durch die Wellen.


Es erwartet uns ein schöner Badeort. Angenehme 22 Grad und viel Sonne laden Freizeitsportler und Urlauber zum baden ein. Corona Regeln werden beachtet und so sind alle Sonnenanbeter und Wasserliebhaber großzügig verteilt. Auch wir springen in das kalte Nass, erfrischen uns und begutachten unser Boot aus dem Wasser. 

Wir machen unser Dingi an der Pier fest und spazieren durch die Straßen. Auf dem Marktplatz gibt es frischen Fisch und da wir bisher kein Angelglück hatten, kaufen wir zwei Seehechte. Diese landen am Abend auf unseren Grill und schmecken uns sehr gut.


Nach dem Ankerleben machen wir uns entspannt auf den Weg nach Camariñas einer kleinen Gemeinde an der Costa da Morte im Norden Galiciens. Es wird ein ruhiger Törn, wo leider auch unser Motor helfen darf. Wir segeln am Kap von Vilan vorbei und sind beeindruckt vom Leuchtturm, der sich auf dem Felsen präsentiert. 

Beim Einlaufen in die Bucht nimmt der Wind zu und wir erreichen Camariñas unter Segel. 

Der zugewiesene Platz am Steg in diesem gut geschützten kleinen Hafen gefällt uns. Die Preise sind moderat und es gibt sogar gut funktionierendes Internet.

Wir machen einen Rundgang durch den Ort, fahren mit den Rädern zum Leuchtturm und bewundern die Küstenlandschaft von diesem Platz.Ein schöner Aufenthalt mit lieben Begegnungen in einer tollen Umgebung.


Weiter geht es Richtung Süden. Wir genießen einen traumhaften Segeltörn mit Wind aus Nord mit 15 - 30 Knoten und machen einen Zwischenstopp in der Bucht in Enseada de San Francisco und genießen einen super Sonnenuntergang.


Doch uns zieht es weiter und so folgt wieder ein toller Segeltag und wir erreichen Baiona mit seinen großzügigen Stränden. Jede Menge Wassersportler kreuzen während der Einfahrt unseren Weg. Hier herrscht Freizeit- und Urlaubsfeeling. Wir verbringen einen schönen Abend in der Stadt und fahren am nächsten Tag nach Vigo weiter.

Den Aufenthalt wollen wir nutzen um einige Besorgungen zu machen. Aber der hiesige Baumarkt entpuppt sich als Enttäuschung und die erhoffte Sodastream-Patrone gibt es auch nicht.

Aber die Stadt ist wunderschön. Moderne Kunst trifft auf historische Gebäude, eingebettet von Grünanlagen. 

Auf unserem Streifzug durch diese lebhafte Stadt dürfen wir auch einem Konzert mit klassischer Musik mitten auf einer Straße lauschen. 

Die Menschen genießen ihren Feierabend in kleinen Bars und Cafés in den Gassen und Plätzen. Und auch wir genehmigen uns ein leckeres Eis.


Nach einem Hafentag mit Wäschewaschen, putzen und Einkauf brechen wir in Vigo bei strahlendem Sonnenschein auf. Doch statt des zu erwartenden Windes zieht eine riesige Nebelfront auf und hält sich bis zur nächsten angesteuerten Bucht in A Guarda am Rio de Miño, dem letzen kleinen Ort vor der Grenze nach Portugal Wir tasten uns vorsichtig durch die Einfahrt und ankern vor den Fischerbooten des Ortes. Endlich angekommen, löst sich am Abend der Nebel auf. Vielleicht liegt es an dem hiesigen Trommelfest „La Fiesta do Monte“, welches uns bis Mitternacht unterhält ;-)…


Unsere letzte Nacht in Spanien ist von Ankerwachen geprägt. Nachts bekommen wir Niedrigwasser und am Ufer erscheinen immer mehr Steinspitzen. Wir verlegen unser Schiff fast vor die Einfahrt. Es wird eine unruhige Nacht mit Schwell und wieder viel Nebel.


Der entspannte Abend mit bezaubernden Sonnenuntergang im malerischen A Guarda und dem schwungvollem Getrommel lassen uns die Nacht vergessen und unseren Aufenthalt an der spanischen Küste Galiziens ausklingen. 


Wir hatten wunderbare Menschen und Erlebnisse hier.




Aber jetzt auf nach Portugal!!

Für weitere Informationen stehe ich gern zur Verfügung. 

Email: info@sy-manatee.de


© by Frank Reinecke 2020

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