TÖRNBERICHT

29. September bis 03. Oktober 2009

Segeln in den Kanaren

Lanzarote - Fuerteventura - Gran Canaria - Teneriffa

Impressionen

"Pico Teide" mit 3718 Metern der höchste Berg Spaniens

Schon sehr früh ist der höchste Berg Spaniens "Teide" mit 3.718 Metern umhüllt von Wolken zu sehen.

Eine Gasse in Puerto de Mogan

Im Hafen von Puerto de Mogan

Atlantik - Feeling

Unsere "Majo Quatro" am Steg zur Einklarierung

Las Palmas auf Gran Canaria voraus

Der Leuchtturm von Morro Jable westlich vom Hafen bei Sonnenaufgang.

Morro Jable seeseitig

Ein Wal umkreist unser Schiff.

Tümmler spielen mit unserer Bugwelle.

Marina Rubicon auf Lanzarote

Bavaria 46 cruiser am Steg in der Marina Rubicon auf Lanzarote


Vom 23.09. bis 03.10.2009 segelten wir 10 Tage von Lanzarote nach Teneriffa. Diesmal haben wir uns für einen "One-Way" Törn entschieden.


Im Hafen "Marina Rubicon", südöstlich auf Lanzarote, haben wir unsere Bavaria 46 cruiser übernommen. Direkt am Hafen befinden sich etliche Restaurants und zwei große Supermärkte. Somit stellte die Verproviantierung kein Problem dar. Im Supermarkt war alles erhältlich, was wir benötigten. Im Grunde ein tauglicher Hafen zur Vorbereitung einer langen Seereise.


Wir verlassen Lanzarote und steuern auf Sichtweite El Rio nördlich von Fuerteventura an. Am Strand von Corralejo ankern wir und legen eine Badepause ein. Der Atlantik hat 22 Grad und ist damit eine willkommene Abkühlung bei 30 Grad Lufttemperatur.


Weiter geht es an der Ostküste von Fuerteventura vorbei, dabei begegneten wir Tümmler in unserer Bugwelle, fliegende Fische und einen Wal, der unser Schiff umkreist.


Mit einem Zwischenstopp in Puerto Castillo segeln wir weiter, zum südlichsten Punkt von Fuerteventura nach Morro Jable. Puerto Castillo ist ein Feriendorf und hat sich auf britische Touristen spezialisiert. Bei der nördlichen Ansteuerung von Morro Jable ist der Leuchtturm schon von weitem zu erkennen. Der Hafen befindet sich westlich vom Ort und ist gleichzeitig der Fährhafen und die Verbindung nach Gran Canaria. Gastliegeplätze waren vorhanden und vom Hafen sind es ca. 500 Meter in die Stadt.


Morro Jable verfügt über eine sehr gute Infrastruktur mit vielen Restaurants und Geschäften. Wir haben vorwiegend deutsche Touristen ausgemacht. Bei ruhigem Seegang kann man vor Anker liegen und unweit des Strandes den Tag verbringen.


Die Überfahrt nach Gran Canaria mit Ziel Las Palmas starteten wir ca. 8:00 Uhr. Bei 15 Knoten und halben Wind aus NO benötigten wir für die 63 Seemeilen ca. 9 Stunden. So erreichten wir am Nachmittag Las Palmas.


Vor der Hafeneinfahrt von Las Palmas wurde eine Regatta ausgetragen. Der Hafen ist riesig, aber die Marina für Sportboote ist leicht auszumachen. Gleich hinter der Einfahrt auf Backbord befindet sich das Büro der Marina. Bei der Anmeldung ist Geduld mitzubringen.

Es kommt ein Hauch von Fernweh auf, wenn man auf die "Yachties" schaut, welche schon die ARC-2009 Fahnen gesetzt haben. Am letzten Sonntag im November startet jährlich die "Atlantic Rallye for Cruisers" mit dem Ziel vor Weihnachten die Karibik zu erreichen.


Las Palmas zieht sich an der östlichen und westlichen Küstenlinie entlang. Ein Stadtzentrum gibt es nicht. Das abendliche Leben der Einheimischen und Urlauber spielt sich westlich an der langen Strandpromenade ab. Dort gibt es diverse Restaurants und Versorgungsmöglichkeiten. Mit einem schönen Blick auf die Playa de las Cantares lässt sich dort auch der Sonnenuntergang genießen.


Am nächsten Tag segelten wir westlich von Gran Canaria und umrundeten die südliche Spitze "Playa del Ingles". Beim Segeln kam ein echtes Atlantikgefühl auf. Raumschot - Wind mit ca. 20 Knoten und beim Abreiten der Wellen bis zu 12 Knoten Schiffsgeschwindigkeit!!! Es war traumhaft!


Der Wind wehte im Durchschnitt moderat mit ca. 10 bis 20 Knoten aus beständiger Nord-Ost Richtung. Die Atlantik Dünung ist lang gezogen und daher segelte es sich sehr komfortabel. Unter Land kann sich dies natürlich schnell ändern. Wegen der Fallwinde schwanken die Windstärken, daher ist von Windstille bis starken Böen alles möglich.


Wir segelten vorbei an Maspalomas, mit einem Aufenthalt in Pasito Blanco, einem sicheren und sehr ruhigen Hafen für Sportboote. Maspalomas ist eine Stadt, welche voll auf den Tourismus ausgerichtet ist. Sie bietet exzellente kulinarische Möglichkeiten und lädt zum Einkaufen ein. Kleiner Tipp, auf den Kanaren wird keine Umsatzsteuer berechnet.


Südwestlich von Gran Canaria landeten wir im Sportboothafen von Puerto de Mogan, eine der schönsten Marinas auf den Kanaren. Sie ist sehr gut geeignet, das Schiff für eine längere Seereise zu verproviantieren.

Direkt an der Steganlage befindet sich ein gut sortierten Supermarkt. Etwa 500 Meter weiter stadteinwärts gibt es noch einen zweiten Supermarkt mit etwas günstigeren Preisen.


Die engen Gassen sind kühl und laden zum spazieren ein. Es gibt viele Restaurants und Bars. Im Herbst finden jedes Jahr öffentliche Jazz Konzerte statt. Wir lauschten einer Irischen Band direkt vor der "Irish Bar".


Von Puerto de Mogan segelten wir direkt nach Teneriffa mit Kurs auf Candelaria, einem Ort an der Ostküste. Die Überfahrt der ca. 50 Seemeilen verlief diesmal ausnahmsweise mit Westwind, sehr zügig.


Schon sehr früh ist der höchste Berg Spaniens "Teide" mit 3.718 Metern umhüllt von Wolken zu sehen.


Die Anlandung im Sportboot-Hafen von Candelaria war nicht so erfolgreich. Es gab keine sicheren Liegeplätze mehr. So mussten wir wieder ablegen und sind in Radazul untergekommen. Versorgungsmöglichkeiten haben wir vom Hafen nur nach längerem Fußmarsch gefunden. Im Hafen befindet sich aber ein gutes Italienisches Restaurant, welches empfehlenswert ist.


Am nächsten Tag liefen wir im Zielhafen von Santa Cruz ein. Die "Marina del Atlantico" liegt direkt am Stadtzentrum.


Der Hafen von Santa Cruz ist groß aber die Einfahrt zur Marina ist leicht zu finden. Auf Backbord lässt man die neue Oper liegen. Eine gewisse Ähnlichkeit mit der Sydney Oper ist unverkennbar.


Ein Höhepunkte unserer Segelreise war der Besuch des Teide. Dafür sind wir am Morgen um 7:00 Uhr aufgestanden und um 8:00 Uhr mit dem Taxi in das Gebirge gefahren. Nach ca. 2 Stunden Fahrzeit waren wir auf ca. 2.700 Meter Höhe. Anschließend ging es mit der Seilbahn auf ca. 3.300 Meter hoch. Für einen Besuch des Kraterloches und weiterer 400 Höhenmeter zu Fuß wird eine Genehmigung benötigt. Diese erhält man in der Verwaltung in Santa Cruz kostenlos.


Der Abschied von den Kanaren fiel uns schwer. Wir hatten Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Der Wind war beständig und bestens zum Segeln geeignet. Die Atlantikwelle ist gleichmäßig und lang. Es segelte sich in diesen Breiten sehr komfortabel.


Navigiert wurde elektronisch mit SeaClearII und dem entsprechenden Kartenmaterial der Kanaren. Nautische Hilfsmittel waren der Revierführer von Jimmy Cornell "Atlantische Inseln".

Für weitere Informationen stehe ich gern zur Verfügung. 

Email: info@sy-manatee.de


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